smartOPTIMO Netzwerktage 2026: Lösungen für die Energiewende

Netzausbau, Smart-Meter-Rollout, § 14a EnWG: Auf den smartOPTIMO Netzwerktagen 2026 wurde deutlich, wie groß die Aufgaben für Stadtwerke und Netzbetreiber sind. Gleichzeitig zeigte sich, dass schon heute digitale Lösungen dabei helfen können, Netze transparenter, Prozesse effizienter und die Energieversorgung zukunftsfähiger zu machen.

Wachsende Anforderungen an Netze und Stadtwerke

Am 8. und 9. September kamen bei den smartOPTIMO Netzwerktagen in Osnabrück rund 270 Gäste aus der kommunalen Energiewirtschaft zusammen. Stadtwerke und Netzbetreiber trafen auf Verbände, Berater, Regulatoren undTechnologieanbieter. Auch worldiety war als einer von 26 Ausstellern vor Ort.

Was eine Branche genau braucht, erfahren wir als Softwareentwickler vor allem im direkten Gespräch mit Unternehmen und Institutionen, die sie gestalten


Im Mittelpunkt stand eine Frage, die derzeit nahezu alle Akteure der Energiewirtschaft beschäftigt: Wie lassen sich die wachsenden Anforderungen an Netze und Stadtwerke bewältigen? Neben dem beschleunigten Netzausbau und dem Smart-Meter-Rollout geht es dabei zunehmend um die dahinterliegende digitale Infrastruktur.

Mehr Elektrifizierung braucht mehr Transparenz

Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Elektrofahrzeuge machen Erzeugung und Verbrauch dezentraler und dynamischer. Neben dem physischen Netzausbau gewinnt deshalb der digitale Ausbau an Bedeutung. Netzbetreiber benötigen belastbare Daten über den Zustand ihrer Netze – und Software, die daraus nutzbare Informationen macht.

Eine wichtige Rolle spielt dabei § 14a EnWG. Die Regelung ermöglicht Netzbetreibern, steuerbare Verbrauchseinrichtungen bei drohender Überlastung gezielt zu steuern. Dafür müssen Netzsituationen erkannt, Maßnahmen umgesetzt und Entscheidungen transparent dokumentiert werden. Genau hier wird Software zu einem zentralen Bestandteil des Netzbetriebs.

Mit dem Niederspannungscockpit Daten in die Anwendung bringen

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigte unser Kollege Alexander Meinders gemeinsam mit Jessica Seidel von der Bielefelder Netz GmbH auf der Bühne der Netzwerktage. Zusammen stellten sie das Niederspannungscockpit (NSC) vor. Das NSC ist eine digitale Softwareplattform von openKONSEQUENZ, einer modularen, herstellerunabhängigen Open-Source-Software für Netzbetreiber.

Unser Kollege Alexander Meinders stellte gemeinsam mit Jessica Seidel von der Bielefelder Netz GmbH das Niederspannungscockpit vor


Das NSC bündelt Daten aus intelligenten Messsystemen und Smart Meter Gateways, bereitet sie auf und macht den Zustand des Niederspannungsnetzes über eine zentrale Benutzeroberfläche transparent. Kritische Netzbereiche lassen sich so identifizieren und Steuerungsmaßnahmen entsprechend den Anforderungen des § 14aEnWG umsetzen und dokumentieren.

Software für die Energiewirtschaft muss die Praxis verstehen

Ob Netzführung, Kommunikation, Dokumentation oder Datenanalyse: Technologie ist für uns kein Selbstzweck. Ausgangspunkt sind die konkreten Prozesse und Anforderungen der Anwender. Welche Informationen werden benötigt? Wo entstehen Medienbrüche? Welche Arbeitsschritte lassen sich automatisieren? Und wie lässt sich eine Lösung in bestehende IT-Landschaften integrieren?

Die smartOPTIMO Netzwerktage haben bestätigt: Die Energiewende braucht nicht nur neue Leitungen und Anlagen. Ein zunehmend dezentrales Energiesystem benötigt ebenso digitale Werkzeuge, die Daten nutzbar machen, Netzzustände transparent darstellen und komplexe Prozesse vereinfachen.

Die Basis für Fortschritt: enger Austausch

Die Basis dafür ist ein möglichst enger Austausch zwischen denjenigen, die die Anforderungen aus ihrem Arbeitsalltag kennen, und denjenigen, die daraus zuverlässige Software entwickeln.

Für worldiety vor Ort bei den smartOPTIMO Netzwerktagen 2026 (v. l.): Florian Kuhlmann (Projektmanagement) und Alexander Meinders (Sales und Business Development)


Genau deshalb sind die Gespräche mit Stadtwerken, Netzbetreibern und weiteren Akteuren für uns so wertvoll: „Sie zeigen, wo die nächsten digitalen Herausforderungen liegen – und wie wir gemeinsam Lösungen entwickeln können“, wie es Alexander Meinders formuliert.

So setzen wir Energie frei für die Energiewirtschaft.