
KI, Digitalisierung, Innovationsdruck: Diese Themen blieben auf der Growmorrow keine bloßen Buzzwords. Beim Festival in Oldenburg kamen am 26. und 27. August über 4.000 Menschen zusammen, um über Deutschlands Zukunft zu diskutieren. Und zwar mit Substanz und klugen Konzepten. Auch wir haben uns eingebracht und gleichzeitig wesentliche Erkenntnisse gewonnen.

Die Zukunft der Möglichkeiten
Possibilismus – mit diesem Schlagwort eröffnete der norwegische Tech-Investor undWirtschaftsphilosoph Anders Indset die diesjährige Keynote zum Oldenburger Growmorrow Festival 2026. Seine Haltung: Der Mensch hat im Laufe der Geschichte bereits mehrfach seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, auch Phasen schwerer Krisen und Disruptionen zu überdauern. Und dazu Gegenstände, Medikamente oder Technologien zu entwickeln, die seine Zukunftsfähigkeit ermöglichen. Auch den Umgang mit KI wird er zu seinem Vorteil meistern.
Dieses „ Möglichmachen“ stand im Mittelpunkt des Festivals, das Teilnehmer aus dem gesamten Nordwesten anzog. Branchenübergreifend wurden Antworten auf Fragen mit Zukunftsbezug gesucht. Wie lässt sich KI für eine nachhaltigere Zukunft und für mehr Fortschritt in der Medizin einsetzen? Inwiefern beeinflusst die Führungskultur in einem Unternehmen, ob das Potenzial von KI ausgeschöpft werden kann? Aber auch: Wie genau stellen wir uns die Gesellschaft der Zukunft vor im Hinblick auf Bildung, Meinungsfreiheit und Demokratie?
Vortrag: Wie wertvoll ist Vibe Coding?
Dem Thema Demokratie hat sich auch unser Kollege Mathias Röwe gewidmet. Genauer gesagt: der Demokratisierung in der Softwareentwicklung. Oder vielmehr der vermeintlichen Demokratisierung. In seinem Vortrag „Schnell gebaut. Schnell bereut? Vibe Coding als Revolution & Risiko“ stellte er fest, dass die Nutzung von KI zur Erstellung von Software auf den ersten Blick zwar ebenso einfach wie naheliegend erscheint: Prompt formulieren. Enter-Taste drücken. Fertig ist das Tool oder die Software. Allerdings: Wie wertvoll sind Anwendungen, die mithilfe von Vibe Coding entstehen, auf lange Sicht?

Fakt ist, dass die Mehrzahl der Vibe-Coded-Projekte bisher scheitert. Als Experte für KI und Machine Learning hat Mathias Einblicke in den Trend gegeben, KI-basierte Risiken wie Sicherheitslücken und technische Schulden und vor allem ein alternatives Szenario aufgezeigt: eine Software Factory, die durch KI aufgebaut wird, in dessen Entstehungsprozess der Mensch aber eingebunden bleibt – für ein sicheres, vertrauenswürdiges und fehlerfreies Ergebnis.
Event-App von worldiety im Einsatz
Ein weiterer Beitrag aus unserem Team war die Event-App. Über die Web-Anwendung konnten die Teilnehmer der Growmorrow ihr Programm individuell zusammenstellen und damit den Überblick zu Thema, Zeitpunkt und Ort der gewünschten Vorträge behalten. Auch Inhalte zu den Speakern sowie ein interaktiver Lageplan waren eingebunden. Die Event-App kam erstmals bei der Hanseraumkonferenz 2025 (HAKO25) zum Einsatz. Entstanden ist sie auf Basis einer von worldiety entwickelten Low-Code-Plattform, die es uns erlaubt, Anwendungen innerhalb kurzer Zeit umzusetzen.
Vernetzen und gestalten
Wie wir dieses und weitere Software-Projekte bei worldiety angehen, haben wir Interessierten an unserem Stand gezeigt. Wir konnten während des Festivals bestehende Verbindungen vertiefen und neue Kontakte knüpfen.

Nicht zuletzt hat die Growmorrow uns noch einmal vor Augen geführt, dass der Innovationsdrang des Menschen ungebrochen ist. Die Zukunft sollten wir sehen als etwas, das wir gestalten können. Das mit Ideen und Möglichkeiten verbunden ist, zu denen wir beitragen können. In unserem Fall: mit cleveren und nachhaltigen Softwarelösungen.
Das nächste Growmorrow Festival findet am 22. April 2027 in Bremen statt.



